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Schützengesellschaft  Duggingen

 


Mit Stolz und grosser Freude feiern die Dugginger Schützen im letzten Jahr des ausgehenden 20. Jahrhunderts ihr 125-Jahr-Jubiläum. Mehr als sechs Schützen-Generationen haben bis heute den Verein getragen und geprägt. Kameradschaft gepflegt, sich im Schiessport geübt und Freundschaften weitergegeben. Anhand der Vereinsprotokolle, den Dokumenten des Bezirksverbandes und vielen alten Schriftstücken lässt sich die lange alte Geschichte der Dugginger Schützen verfolgen, und ich will versuchen, diese in einer Kurzfassung darzustellen.

Nach vielen mühsamen und schwierigen Jahren, dem Untergang der alten Ordnung, aber auch der glücklichen Aufnahme unserer Talschaft in die Eidgenossenschaft erlebten unsere Vorfahren den frischen Geist des jungen Bundesstaates auch im Schiesswesen. So ordnete der Kriegsrat des Kantons Bern im Jahre 1818 die Gründung vom Amtsschützengesellschaften an. In diesen Gesellschaften sollten die jungen Soldaten der Auszug-Infanterie an mindestens sechs Schiessübungen pro Jahr teilnehmen. Das Laufental war zu dieser Zeit noch Teil des Amtsbezirks Delsberg. Die Laufentaler Schützen verlangten von der Regierung daher das Recht eine eigene Amtsschützengesellschaft gründen zu können. Die Delsberger Schützen waren 1819 mit diesem Begehren einverstanden, und der Oberamtmann genehmigte 1821 die Gründung einer Schützengesellschaft für den ganzen Bezirk in Laufen. Die schiesspflichtigen Dugginger Schützen wurden ebenfalls Mitglieder dieser neuen Bezirksschützengesellschaft. Mit der Bunderverfassung von 1848 wurde die Bildung von Schützengesellschaften in den Gemeinden begünstigt, so entstand in Laufen im Jahre 1869 die Stadtschützengesellschaft. Unsere Schützen-Vorfahren blieben nicht untätig: Bereits 1874 gründeten sie die erste Dorfschützengesellschaft im Bezirk, die Feldschützen Duggingen. Das eidgenössische Schiesswesen entwickelte sich im Bezirk wie in den Dörfern erfreulich. So wurde schon 1889 der Bezirksschützenverband gegründet, dem die Dugginger Feldschützen 1890 auch beitraten. Leider existieren keine schriftlichen Hinweise über die Schiessanlage zu Beginn der Vereinsgeschichte. Auch auf der 1877 neu erstellten Landkarte finden wir keinen Schiesstand eingetragen. Nach zuverlässigen, mündlichen Ueberlieferungen von alten Duggingern wissen wir aber, dass ein erster Feldstand in den Hasenägerten bestand, der aber bald einmal auf die Allmend auf dem Berg verlegt wurde. So erzählte mir mein Grossvater, wie er am 16. Juni 1891 seinen Vater an diesem Sonntag­nachmittag zum Schiessen auf die Allmend begleiten durfte. Das Schiessen wurde aber bald abgebrochen, denn die Nachricht vom Einsturz der Eisenbahnbrücke in Münchenstein veranlasste die Schützen, sofort an den Unglücksort aufzubrechen; nur der Bub vom Hof in den Bergmatten durfte nicht mit. Dafür behielt er die Erinne-rung an die Schiessübung vom Juni 1891 auf dem Berg sein ganzes Leben lang im Gedächtnis. Die eifrigen Dugginger Schützen organisierten bereits im Jahre 1906 ihr erstes Ehr- und Freischiessen. Lag es am Erfolg oder Misserfolg des Schützenfestes, oder folgte man dem neuen Trend im Lande? Wir wissen es heute nicht mehr; denn die alten Protokollbücher wurden beim Brand der alten Post im Jahre 1943 zerstört. Tatsächlich trennten sich einige Schützen von ihrem Verein und gründeten im Jahre 1907 die Militärschützengesellschaft.

Aus den ersten Jahren nach der Trennung des Vereins wissen wir nur, dass 1909 die Feldschützen mit 17 Mann erfolgreich am Ehr- und Freischiessen in Delsberg teilnahmen und die Militärschützen im gleichen Jahre ihre erste Tombola durchführten. Im August 1914 wurde die Schiesstätigkeit durch die Generalmobilmachung für vier schlimme Kriegsjahre praktisch stillgelegt. Der Aufmarsch der Schützen an den Feldschiessen nach dem schrecklichen Krieg - die Teilnehmerzahl hatte sich praktisch verdreifacht - zeigte doch, dass das Volk grosses Vertrauen in die Schiessfertigkeit seiner Schützen und Soldaten zur Erhaltung der Neutralität des Landes setzte. Mit Erstaunen lesen wir in der Festzeitung von 1922, dass die Dugginger Feldschützen bereits um 06.00 Uhr auf dem Schiessplatz in Zwingen antreten mussten. 1923 lag es an den Feldschützen Duggingen, das eidgenössische Feldschiessen zu organisieren. Die in eigener Regie betriebene Festwirtschaft schloss mit einem stolzen Gewinn von Fr. 1'452.-- ab. Mit diesem soliden Finanzpolster planten die Feldschützen den Bau eines Schützenhauses. Der Bau wurde in nur wenigen Monaten realisiert. Als interessante Information können wir einer alten Rechnung entnehmen, dass die Fundamente zu einem Stundenlohn von Fr. 1.-- und die ganze Holzkonstruktion für Fr. 580.-- in Auftrag gegeben wurde. Die Militärschützen konnten sich ihrer schwachen Kasse wegen nicht am Neubau beteiligen. In den folgenden Jahren wurde daher immer wieder Diskussionen über die Benützung des Schützenhauses geführt. Miteinander und begleitet von der Dorfmusik zogen die Dugginger Schützengesellschaften am 24. Mai 1924 an die grosse Feier zur Einweihung des Soldatendenkmales in Laufen, das zu Ehren der im Aktivdienst verstorben Laufentaler errichtet worden war. Unter Ihnen auch ein geschätztes Mitglied der Feldschützen, Kamerad Paul Ruetsch.

Ein Stimmungsbild vom Vereinsleben vergangener Zeit vermag uns ein Protokollauszug zum Feldschiessen von 1930 zu vermitteln: - "Mit strammem Marschieren zogen wir zum Dorf hinaus nach Zwingen, wo sich unser Verein in friedlichem Wettkampf zu stellen hatte. Wir erzielten das schöne Resultat von 63,8 Punkten und zwei Einzelkränzen. Lorbeergeschmückt zogen wir abends nach Duggingen, wo wir in beiden Wirtschaften noch einige gemütliche Stunden verbrachten" - .

Das Nebeneinander von zwei Gesellschaften brachte aber immer mehr Nachteile. Es erstaunt daher nicht, dass die beiden Vereine im Herbst 1937 beschlossen, sich wieder zur Schützengesellschaft Duggingen zusammenzuschliessen. Der Zusammenschluss wurde 1938 mit einem schönen Fest und der Weihe der neuen Vereinsfahne gefeiert. Nur zwei Jahre später am eidgenössischen Schützenfest in Luzern, zeigten sich die Folgen der "guten Tat". Die 13 Teilnehmer kehrten mit einer schönen Kanne und dem eidgenössischen Loberbeerkranz zurück. Kaum war der Erfolg in Luzern Vergangenheit, brach der schreckliche 2. Weltkrieg aus. In mir haftet immer noch eine starke Erinnerung, wie ich als kleiner Bub im Mai 1940, mit meiner Mama, meinen Vater, die mir bestens bekannten Dugginger Schützen in ihren Feldstellungen am Dorfrand von Ettingen besuchte und wie sie mir alle zu verstehen gaben, dass sie im Vertrauen auf ihre Treffsicherheit als Schützen den Feind an der Grenze stoppen würden. Ich glaubte ihnen, meinen Dugginger Schützen. Sechs lange, schwierige Jahre vergingen, bis sich die Schützen wieder dem Schiessport widmen konnten. Das Training für das eidgenössische Schützenfest in Chur im Jahre 1949 machte die Raumknappheit im Schützenhaus für die deutlich angestiegene Mitgliederzahl sichtbar. Die Vergrösserung der Schiessanlage blieb jedoch vorderhand Wunschtraum. Das in Chur erzielte Resultat von 42,68 Punkte reichte nur zum gewöhnlichen Lorbeer. Dank intensiverem Training und gutem Zusammenhalt im Verein verbesserten sich die Leistungen. Nicht nur an den beliebten Endschiessen, auch an der verschiedenen Schützenfesten erreichten die Dugginger Schützen Resultate, die sich sehen lassen durften. Mit einem Sektionsdurchschnitt von 74,2 Punkten plazierten sich der Verein 1951 nicht nur auf Platz 68 der 2. Kat. von über 300 Sektionen des bernischen Kantonalverbandes, sondern konnte auch mit dem erfolgreichen Schützenkameraden, Franz Saladin, den ersten Feldschützenkönig von Duggingen feiern.

Die Teilnahme am eidgenössischen Schützenfest in Lausanne war natürlich Ehrensache und Höhepunkt des Schützenjahres 1954; und was für ein Höhepunkt. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte errangen die Dugginger Schützen einen eidgenössischen Goldkranz. Dank des Engagements aller Mitglieder und der Mithilfe vieler Schützenfreunde im Dorf gelang 1956 eine perfekte Durchführung des ersten Bärenfels- und des eidgenössischen Feldschiessens. 

Für das eidgenössische Schützenfest in Biel im Jahre 1958 musste sich die Gesellschaft am Lausanner Resultat orientieren. Die Schützen vergassen die Vorgabe nicht und brachten den 2. eidgenössischen Goldkranz nach Hause. Mit einem Spitzenresultat für die Gesellschaft (Vereinsdurchschnitt 75,5 Punkte) setzten sich die Dugginger auf Platz 21 der kantonalen FS-Rangliste des Feldschiessens 1962. Der junge Schützenkamerad Heinz Zeugin musste leider mit punktgleichem Resultat den Schützenkönigtitel einem älteren Schützen überlassen.

Mit dem Beschluss, den Neubau des Schützenhauses zu realisieren, eröffnete die Schützenfamilie das Vereinsjahr 1963. Die Teilnahme am eidgenössischen Schützenfest in Zürich stand ausser Zweifel. Doch die verjüngte Equipe litt noch etwas unter Wettkampffieber. Trotzdem gewann sie den eidgenössischen Silberkranz. Vom Bauausschuss wurde zielstrebig die Planung des neuen Schützenhauses vorangetrieben. Im Januar 1965 konnten die Fronarbeiten mit dem Abbruch eines Lagerschopfes im Werk der Firma Geigy in Basel gestartet werden. Mit diesen soliden Balken errichteten die Zimmerleute des Vereins auf dem inzwischen betonierten Unterbau die Holzkonstruktion für das neue Schützenhaus. Das letzte Obligatorische vom August 1966 wurde bereits im neuen Schützenhaus geschossen. In der Generalversammlung von 1962 hatten die Vereinsmitglieder mit einer Bauschuld von Fr. 52'000.-- gerechnet. Dank einem Gemeindebeitrag von Fr. 5'000.-- und einer enormen Eigenleistung aller Mitglieder, konnte der Kassier seine Schützenkameraden an der Generalversammlung 1967 mit einer Abrechnung, die nur noch eine Restschuld von Fr. 15'000.-- auswies, überraschen. Die gemeinsamen Arbeitsstunden, aber auch die angenehme Situation im neuen Schützenhaus, haben sicher das ihre dazu beigetragen, dass es am eidgenössischen Schützenfest in Thun 1969 wiederum zum Goldkranz reichte.  

1970 war ein voll ausgelastetes Vereinsjahr. Die Dugginger Schützen organisieren ihr erstes Falkenfluhschiessen und bewältigen auch die Organisation des Feldschiessens im Feldstand auf der Allmend mit Bravour und gutem finanziellem Ergebnis. Am Feldschiessen 1971 gelingt eine gute Gesamtleistung. Mit 78,08 Punkte plaziert sich der Verein auf dem 9. Rang in der Kat. D2 im Kanton. Doch es sollte noch besser kommen, denn nur ein Jahr später am Feldschiessen 1972 findet sich die Schützengesellschaft Duggingen in der Kat. C2 sogar auf ang 4 der kant. Ehrenliste. 1974 geht als grosses Vereinsjahr in die Vereinsgeschichte ein. Die Dugginger Schützen feiern ihr 100-jähriges Bestehen. Fast 800 Schützen beteiligen sich am Jubiläumsschiessen vom 29./30. Juni. An der Jubiläumsfeier vom Sonntag Nachmittag wird dem Verein in einer feierlichen Zeremonie von der Fahnengotte, Frau Eidenbenz, und vom Fahnengötti, Willy Zeugin, die neue Standarte übergeben. Als denkwürdiges Ereignis bezeichnet der Präsident der Schiesskommission die Leistung der Dugginger Jungschützen. Die 9 Mädchen und 14 Jünglinge schossen 10 Kranzresultate. Auch die beiden Jungschützinnen, die als Ehrendamen amteten, hatten ihr eigenes Kranzabzeichen angeheftet. Anfangs 1975 verlangt der eidgenössische Schiessoffizier vom Gemeinderat und der Schützengesellschaft die unaufschiebbare Sanierung und, entsprechend der grossen Mitgliederzahl, einen Ausbau der Anlage auf 10 Scheiben . Die Kosten belaufen sich je nach Ausbaustand auf Fr. 40' bis Fr. 60'000.--. Die Gemeindeversammlung vom 26. Juni 1975 gewährt der Schützengesellschaft einen Beitrag von Fr. 50'000.--, zahlbar in zehn Jahresraten. Allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Mitglieder mit einer namhaften Eigenleistung am grosszügigen Ausbau der Anlage beteiligen werden. Die Schützen willigen in das Angebot der Gemeinde ein. Dank vielen freiwilligen Fronstunden kann die neue, prächtige Anlage im Herbst 1976 mit einem internen Eröffnungsschiessen eingeweiht werden. 

1977 erweitert die Gesellschaft ihre kulturelle Tätigkeit im Dorf und übernimmt von der Bürger- und Forstkommission sowie der gemischten Gemeinde die Bewirtung der Teilnehmer am Banntag und legt damit den Grundstein für einen Anlass, der heute im Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist. Das Vereinsjahr 1979 beschert den Schützen wiederum ein voll befrachtetes Jahresprogramm; gilt es doch, kurzfristig die Durchführung des Feldschiessens zu übernehmen. Trotz Arbeitseinsatz am Fest wird das Schiessen zu einem kleinen "Heimspiel". Mit einer Beteiligung von 81% erreichen die Dugginger Schützen den 2. Rang im Bezirksverband. Das eidgenössische Schützenfest in Luzern im Sommer 1979 war nicht ein "Dugginger Anlass". Aufgrund der bisherigen Resultate wurde die Gesellschaft neu anstatt in der Kat. 4 in der Kat. 2 eingeteilt. Zudem war die Witterung gar nicht der Leuchtenstadt würdig. Das Resultat: Lorbeerkranz in Bronze. Das Feldschiessen 1980 entsprach daher wieder eher den Vorstellungen der Gesellschaft. Der 1. Rang im Bezirksverband und ein erfolgreich durchgeführtes zweites Bärenfelsschiessen, trotz zum Teil ungünstigem Wetter, waren die Höhepunkte im Vereinsleben. Unserem Schützenkamerad, Franz Saladin, war am Feldschiessen 1981 das Glück hold. 30 Jahre nach seinem ersten Titel wurde er wiederum Schützenkönig in Grellingen. 1983, im Rahmen einer denkwürdigen Generalversammlung, wird beschlossen, am Schützenhaus einen grossen Schützenkeller anzubauen. Mit einer Solidarbürgschaft von 28 Mitgliedern und wiederum einem enormen Anteil an Eigenleistungen entsteht ein prächtiges Werk. Eine Schützenstube, die für die ganze Schützenfamilie fortan Treffpunkt und Ort der Freundschaft und Geselligkeit bildet.

So quasi als Belohnung für die Arbeit für den Verein stellen sich auch die sportlichen Erfolge weiter ein. Stellvertretend für viele gute Resultate sei erwähnt, dass an den Feldschiessen 1983, 1984 und 1985 die Schützengesellschaft Duggingen immer den ersten Rang im Bezirk belegte. Dem ausgezeichneten Sektionsresultat von 1985 setzt Schützenkamerad Markus Zeugin mit dem Gewinn des Schützenkönigtitels die Krone auf. Auch vom eidgenössischen Schützenfest in Chur im gleichen Jahr trugen unsere engagierten Schützen die Standarte geschmückt mit dem Goldkranz nach Hause.

Sportlicher Erfolg fördert aber wiederum die Innovations- und Risikofreudigkeit im Verein. So beschlossen die Schützen an der Generalversammlung von 1989 die Anschaffung von 4 Scheiben mit elektronischer Trefferanzeige. Finanziell abgesichert ist der Beschluss mit den Einnahmen aus der Vermietung der Schützenstube, zahlreichen von den Schützen gezeichneten Anteilscheinen und der zugesicherten Eigenleistung. Als grosses Schützenerlebnis gestaltet sich für die ganze Gesellschaft das Feldschiessen 1989 in Duggingen mit dem Schützenkönig aus den eigenen Reihen, unserem Schützenkollegen Hans Hänggi.

Die Sonne beleuchtet am eidgenössischen 1990 in Winterthur die Scheiben nicht nach dem Wunsch der Dugginger Schützen, doch es reicht für den Silberkranz. Sonnig ist aber der Beschluss der Gemeindeversammlung, nachträglich einen Beitrag von Fr. 40'000.-- an die neuen Scheiben zu leisten. Der Gemeindebeitrag und die Ausschöpfung aller mögliche Einnahmequellen erlauben so dann, im 1992 auch die Anschaffung von 2 weiteren, elektronischen Scheiben. Das Schützenjahr 1994 kennt am Feldschiessen wiederum einen Schützenkönig aus Duggingen. Unser Schützenkamerad und wohlverdienter langjähriger Kassier Markus Zeugin erringt zum zweiten Mal den begehrten Titel. Der bereits zur Tradition gewordene Herbstausflug der ganzen Schützenfamilie wird mit einem zwei tägigen Ausflug ins Appenzellerland und dem Besuch des Schwägalpschiessens zu einer bleibenden Erinnerung für alle Teilnehmer.

Ueber sportliche Erfolge und durchschnittliche Leistungen können die Schützenmeister in den Generalversammlungen immer wieder berichten. Eine sehr an­spruchsvolle Verpflichtung bleiben aber die jedes Jahr wieder neu zu erbringenden Arbeiten für die Erhaltung und die Erneuerung der gesamten Schiessanlage. Auch im neuen Kantonalverband Basellandschaft können sich die Dugginger Schützen recht gut behaupten. Am Schützenfest beider Basel in Sissach im Jahre 1997 positioniert sich Duggingen mit einem Sektionsdurchschnitt von 72,25 Punkten in der 3. Kategorie auf dem ehrenvollen 4. Rang. Das Jahr 1998 beschert der Schützengesellschaft endlich die juristisch klare Lösung in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse der Schiessanlage. 

Zwischen der Bürgergemeinde, der Einwohnergemeinde und der Schützengesellschaft wurde ein Dienstbarkeitsvertrag für ein Baurecht über die ganze Schiessanlage zu Gunsten der Schützengesellschaft Duggingen abgeschlossen. In einem zweiten Dienstbarkeitsvertrag regelt die Einwohnergemeinde mit allen Landeigentümern das Ueberschiessungsrecht zu Gunsten der Dugginger Schützen. Die zwei Verträge garantieren den Weiterbestand der schönen Schiessanlage auf der Allmend. Allerdings mit einem Vorbehalt, dass immer genügend Dugginger bereit sind, im Verein mitzuarbeiten und die Anlage zu pflegen und zu erhalten. 

Zum grossen Jubiläum können wir unserer Schützengesellschaft nur wünschen, dass die Vertragsbedingungen von 1998 immer erfüllt werden können. Sollte das Schiesswesen künftig seine Notwendigkeit bezüglich dem Land- und Bevölkerungsschutz auch zunehmend einbüssen, so wollen wir doch hoffen, dass seine historische Bedeutung für den Erhalt von Unabhängigkeit und Freiheit unseres Landes, sowie seine kulturelle Ausstrahlung im Dorf, die kommenden Generationen immer wieder zu begeistern vermag, das alte schöne Erbe anzunehmen, zu pflegen und weiterzugeben. 

 Reinhard Vögtli