Nach
vielen mühsamen und schwierigen Jahren, dem Untergang der alten Ordnung, aber
auch der glücklichen Aufnahme unserer Talschaft in die Eidgenossenschaft
erlebten unsere Vorfahren den frischen Geist des jungen Bundesstaates auch im
Schiesswesen. So ordnete der Kriegsrat des Kantons Bern im Jahre 1818 die
Gründung vom Amtsschützengesellschaften an. In diesen Gesellschaften sollten die
jungen Soldaten der Auszug-Infanterie an mindestens sechs Schiessübungen pro
Jahr teilnehmen. Das Laufental war zu dieser Zeit noch Teil des Amtsbezirks
Delsberg. Die Laufentaler Schützen verlangten von der Regierung daher das Recht
eine eigene Amtsschützengesellschaft gründen zu können. Die Delsberger Schützen
waren 1819 mit diesem Begehren einverstanden, und der Oberamtmann genehmigte
1821 die Gründung einer Schützengesellschaft für den ganzen Bezirk in Laufen.
Die schiesspflichtigen Dugginger Schützen wurden ebenfalls Mitglieder dieser
neuen Bezirksschützengesellschaft. Mit der Bunderverfassung von 1848 wurde die
Bildung von Schützengesellschaften in den Gemeinden begünstigt, so entstand in
Laufen im Jahre 1869 die Stadtschützengesellschaft. Unsere Schützen-Vorfahren
blieben nicht untätig: Bereits 1874 gründeten sie die erste
Dorfschützengesellschaft im Bezirk, die Feldschützen Duggingen. Das
eidgenössische Schiesswesen entwickelte sich im Bezirk wie in den Dörfern
erfreulich. So wurde schon 1889 der Bezirksschützenverband gegründet, dem die
Dugginger Feldschützen 1890 auch beitraten. Leider existieren keine
schriftlichen Hinweise über die Schiessanlage zu Beginn der Vereinsgeschichte.
Auch auf der 1877 neu erstellten Landkarte finden wir keinen Schiesstand
eingetragen. Nach zuverlässigen, mündlichen Ueberlieferungen von alten
Duggingern wissen wir aber, dass ein erster Feldstand in den Hasenägerten
bestand, der aber bald einmal auf die Allmend auf dem Berg verlegt wurde. So
erzählte mir mein Grossvater, wie er am 16. Juni 1891 seinen Vater an diesem
Sonntagnachmittag zum Schiessen auf die Allmend begleiten durfte. Das Schiessen
wurde aber bald abgebrochen, denn die Nachricht vom Einsturz der Eisenbahnbrücke
in Münchenstein veranlasste die Schützen, sofort an den Unglücksort
aufzubrechen; nur der Bub vom Hof in den Bergmatten durfte nicht mit. Dafür
behielt er die Erinne-rung an die Schiessübung vom Juni 1891 auf dem Berg sein
ganzes Leben lang im Gedächtnis. Die eifrigen Dugginger Schützen organisierten
bereits im Jahre 1906 ihr erstes Ehr- und Freischiessen. Lag es am Erfolg oder
Misserfolg des Schützenfestes, oder folgte man dem neuen Trend im Lande? Wir
wissen es heute nicht mehr; denn die alten Protokollbücher wurden beim Brand der
alten Post im Jahre 1943 zerstört. Tatsächlich trennten sich einige Schützen von
ihrem Verein und gründeten im Jahre 1907 die
Militärschützengesellschaft.
Aus den
ersten Jahren nach der Trennung des Vereins wissen wir nur, dass 1909 die
Feldschützen mit 17 Mann erfolgreich am Ehr- und Freischiessen in Delsberg
teilnahmen und die Militärschützen im gleichen Jahre ihre erste Tombola
durchführten. Im August 1914 wurde die Schiesstätigkeit durch die
Generalmobilmachung für vier schlimme Kriegsjahre praktisch stillgelegt. Der
Aufmarsch der Schützen an den Feldschiessen nach dem schrecklichen Krieg - die
Teilnehmerzahl hatte sich praktisch verdreifacht - zeigte doch, dass das Volk
grosses Vertrauen in die Schiessfertigkeit seiner Schützen und Soldaten zur
Erhaltung der Neutralität des Landes setzte. Mit Erstaunen lesen wir in der
Festzeitung von 1922, dass die Dugginger Feldschützen bereits um 06.00 Uhr auf
dem Schiessplatz in Zwingen antreten mussten. 1923 lag es an den Feldschützen
Duggingen, das eidgenössische Feldschiessen zu organisieren. Die in eigener
Regie betriebene Festwirtschaft schloss mit einem stolzen Gewinn von Fr.
1'452.-- ab. Mit diesem soliden Finanzpolster planten die Feldschützen den Bau
eines Schützenhauses. Der Bau wurde in nur wenigen Monaten realisiert. Als
interessante Information können wir einer alten Rechnung entnehmen, dass die
Fundamente zu einem Stundenlohn von Fr. 1.-- und die ganze Holzkonstruktion für
Fr. 580.-- in Auftrag gegeben wurde. Die Militärschützen konnten sich ihrer
schwachen Kasse wegen nicht am Neubau beteiligen. In den folgenden Jahren wurde
daher immer wieder Diskussionen über die Benützung des Schützenhauses geführt.
Miteinander und begleitet von der Dorfmusik zogen die Dugginger
Schützengesellschaften am 24. Mai 1924 an die grosse Feier zur Einweihung des
Soldatendenkmales in Laufen, das zu Ehren der im Aktivdienst verstorben
Laufentaler errichtet worden war. Unter Ihnen auch ein geschätztes Mitglied der
Feldschützen, Kamerad Paul Ruetsch.
Ein
Stimmungsbild vom Vereinsleben vergangener Zeit vermag uns ein Protokollauszug
zum Feldschiessen von 1930 zu vermitteln: - "Mit strammem Marschieren zogen wir
zum Dorf hinaus nach Zwingen, wo sich unser Verein in friedlichem Wettkampf zu
stellen hatte. Wir erzielten das schöne Resultat von 63,8 Punkten und zwei
Einzelkränzen. Lorbeergeschmückt zogen wir abends nach Duggingen, wo wir in
beiden Wirtschaften noch einige gemütliche Stunden verbrachten" - .
Das
Nebeneinander von zwei Gesellschaften brachte aber immer mehr Nachteile. Es
erstaunt daher nicht, dass die beiden Vereine im Herbst 1937 beschlossen, sich
wieder zur Schützengesellschaft Duggingen zusammenzuschliessen. Der
Zusammenschluss wurde 1938 mit einem schönen Fest und der Weihe der neuen
Vereinsfahne gefeiert. Nur zwei Jahre später am eidgenössischen Schützenfest in
Luzern, zeigten sich die Folgen der "guten Tat". Die 13 Teilnehmer kehrten mit
einer schönen Kanne und dem eidgenössischen Loberbeerkranz zurück. Kaum war der
Erfolg in Luzern Vergangenheit, brach der schreckliche 2. Weltkrieg aus. In mir
haftet immer noch eine starke Erinnerung, wie ich als kleiner Bub im Mai 1940,
mit meiner Mama, meinen Vater, die mir bestens bekannten Dugginger Schützen in
ihren Feldstellungen am Dorfrand von Ettingen besuchte und wie sie mir alle zu
verstehen gaben, dass sie im Vertrauen auf ihre Treffsicherheit als Schützen den
Feind an der Grenze stoppen würden. Ich glaubte ihnen, meinen Dugginger
Schützen. Sechs lange, schwierige Jahre vergingen, bis sich die Schützen wieder
dem Schiessport widmen konnten. Das Training für das eidgenössische Schützenfest
in Chur im Jahre 1949 machte die Raumknappheit im Schützenhaus für die deutlich
angestiegene Mitgliederzahl sichtbar. Die Vergrösserung der Schiessanlage blieb
jedoch vorderhand Wunschtraum. Das in Chur erzielte Resultat von 42,68 Punkte
reichte nur zum gewöhnlichen Lorbeer. Dank intensiverem Training und gutem
Zusammenhalt im Verein verbesserten sich die Leistungen. Nicht nur an den
beliebten Endschiessen, auch an der verschiedenen Schützenfesten erreichten die
Dugginger Schützen Resultate, die sich sehen lassen durften. Mit einem
Sektionsdurchschnitt von 74,2 Punkten plazierten sich der Verein 1951 nicht nur
auf Platz 68 der 2. Kat. von über 300 Sektionen des bernischen
Kantonalverbandes, sondern konnte auch mit dem erfolgreichen Schützenkameraden,
Franz Saladin, den ersten Feldschützenkönig von Duggingen
feiern.
Die Teilnahme
am eidgenössischen Schützenfest in Lausanne war natürlich Ehrensache und
Höhepunkt des Schützenjahres 1954; und was für ein Höhepunkt. Zum ersten Mal in
der Vereinsgeschichte errangen die Dugginger Schützen einen eidgenössischen
Goldkranz. Dank des Engagements aller Mitglieder und der Mithilfe vieler
Schützenfreunde im Dorf gelang 1956 eine perfekte Durchführung des ersten
Bärenfels- und des eidgenössischen
Feldschiessens.
Für das
eidgenössische Schützenfest in Biel im Jahre 1958 musste sich die Gesellschaft
am Lausanner Resultat orientieren. Die Schützen vergassen die Vorgabe nicht und
brachten den 2. eidgenössischen Goldkranz nach Hause. Mit einem Spitzenresultat
für die Gesellschaft (Vereinsdurchschnitt 75,5 Punkte) setzten sich die
Dugginger auf Platz 21 der kantonalen FS-Rangliste des Feldschiessens 1962. Der
junge Schützenkamerad Heinz Zeugin musste leider mit punktgleichem Resultat den
Schützenkönigtitel einem älteren Schützen
überlassen.
Mit dem
Beschluss, den Neubau des Schützenhauses zu realisieren, eröffnete die
Schützenfamilie das Vereinsjahr 1963. Die Teilnahme am eidgenössischen
Schützenfest in Zürich stand ausser Zweifel. Doch die verjüngte Equipe litt noch
etwas unter Wettkampffieber. Trotzdem gewann sie den eidgenössischen
Silberkranz. Vom Bauausschuss wurde zielstrebig die Planung des neuen
Schützenhauses vorangetrieben. Im Januar 1965 konnten die Fronarbeiten mit dem
Abbruch eines Lagerschopfes im Werk der Firma Geigy in Basel gestartet werden.
Mit diesen soliden Balken errichteten die Zimmerleute des Vereins auf dem
inzwischen betonierten Unterbau die Holzkonstruktion für das neue Schützenhaus.
Das letzte Obligatorische vom August 1966 wurde bereits im neuen Schützenhaus
geschossen. In der Generalversammlung von 1962 hatten die Vereinsmitglieder mit
einer Bauschuld von Fr. 52'000.-- gerechnet. Dank einem Gemeindebeitrag von Fr.
5'000.-- und einer enormen Eigenleistung aller Mitglieder, konnte der Kassier
seine Schützenkameraden an der Generalversammlung 1967 mit einer Abrechnung, die
nur noch eine Restschuld von Fr. 15'000.-- auswies, überraschen. Die gemeinsamen
Arbeitsstunden, aber auch die angenehme Situation im neuen Schützenhaus, haben
sicher das ihre dazu beigetragen, dass es am eidgenössischen Schützenfest in
Thun 1969 wiederum zum Goldkranz reichte.
1970 war ein
voll ausgelastetes Vereinsjahr. Die Dugginger Schützen organisieren ihr erstes
Falkenfluhschiessen und bewältigen auch die Organisation des Feldschiessens im
Feldstand auf der Allmend mit Bravour und gutem finanziellem Ergebnis. Am
Feldschiessen 1971 gelingt eine gute Gesamtleistung. Mit 78,08 Punkte plaziert
sich der Verein auf dem 9. Rang in der Kat. D2 im Kanton. Doch es sollte noch
besser kommen, denn nur ein Jahr später am Feldschiessen 1972 findet sich die
Schützengesellschaft Duggingen in der Kat. C2 sogar auf ang 4 der kant.
Ehrenliste. 1974 geht als grosses Vereinsjahr in die Vereinsgeschichte ein. Die
Dugginger Schützen feiern ihr 100-jähriges Bestehen. Fast 800 Schützen
beteiligen sich am Jubiläumsschiessen vom 29./30. Juni. An der Jubiläumsfeier
vom Sonntag Nachmittag wird dem Verein in einer feierlichen Zeremonie von der
Fahnengotte, Frau Eidenbenz, und vom Fahnengötti, Willy Zeugin, die neue
Standarte übergeben. Als denkwürdiges Ereignis bezeichnet der Präsident der
Schiesskommission die Leistung der Dugginger Jungschützen. Die 9 Mädchen und 14
Jünglinge schossen 10 Kranzresultate. Auch die beiden Jungschützinnen, die als
Ehrendamen amteten, hatten ihr eigenes Kranzabzeichen angeheftet. Anfangs 1975
verlangt der eidgenössische Schiessoffizier vom Gemeinderat und der
Schützengesellschaft die unaufschiebbare Sanierung und, entsprechend der grossen
Mitgliederzahl, einen Ausbau der Anlage auf 10 Scheiben . Die Kosten belaufen
sich je nach Ausbaustand auf Fr. 40' bis Fr. 60'000.--. Die Gemeindeversammlung
vom 26. Juni 1975 gewährt der Schützengesellschaft einen Beitrag von Fr.
50'000.--, zahlbar in zehn Jahresraten. Allerdings unter der Voraussetzung, dass
sich die Mitglieder mit einer namhaften Eigenleistung am grosszügigen Ausbau der
Anlage beteiligen werden. Die Schützen willigen in das Angebot der Gemeinde ein.
Dank vielen freiwilligen Fronstunden kann die neue, prächtige Anlage im Herbst
1976 mit einem internen Eröffnungsschiessen eingeweiht
werden.
1977
erweitert die Gesellschaft ihre kulturelle Tätigkeit im Dorf und übernimmt von
der Bürger- und Forstkommission sowie der gemischten Gemeinde die Bewirtung der
Teilnehmer am Banntag und legt damit den Grundstein für einen Anlass, der heute
im Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist. Das Vereinsjahr 1979 beschert den
Schützen wiederum ein voll befrachtetes Jahresprogramm; gilt es doch,
kurzfristig die Durchführung des Feldschiessens zu übernehmen. Trotz
Arbeitseinsatz am Fest wird das Schiessen zu einem kleinen "Heimspiel". Mit
einer Beteiligung von 81% erreichen die Dugginger Schützen den 2. Rang im
Bezirksverband. Das eidgenössische Schützenfest in Luzern im Sommer 1979 war
nicht ein "Dugginger Anlass". Aufgrund der bisherigen Resultate wurde die
Gesellschaft neu anstatt in der Kat. 4 in der Kat. 2 eingeteilt. Zudem war die
Witterung gar nicht der Leuchtenstadt würdig. Das Resultat: Lorbeerkranz in
Bronze. Das Feldschiessen 1980 entsprach daher wieder eher den Vorstellungen der
Gesellschaft. Der 1. Rang im
Bezirksverband und ein erfolgreich durchgeführtes
zweites Bärenfelsschiessen, trotz zum Teil ungünstigem Wetter, waren die
Höhepunkte im Vereinsleben. Unserem Schützenkamerad, Franz Saladin, war am
Feldschiessen 1981 das Glück hold. 30 Jahre nach seinem ersten Titel wurde er
wiederum Schützenkönig in Grellingen. 1983, im Rahmen einer denkwürdigen
Generalversammlung, wird beschlossen, am Schützenhaus einen grossen
Schützenkeller anzubauen. Mit einer Solidarbürgschaft von 28 Mitgliedern und
wiederum einem enormen Anteil an Eigenleistungen entsteht ein prächtiges Werk.
Eine Schützenstube, die für die ganze Schützenfamilie fortan Treffpunkt und Ort
der Freundschaft und Geselligkeit bildet.
So quasi als
Belohnung für die Arbeit für den Verein stellen sich auch die sportlichen
Erfolge weiter ein. Stellvertretend für viele gute Resultate sei erwähnt, dass
an den Feldschiessen 1983, 1984 und 1985 die Schützengesellschaft Duggingen
immer den ersten Rang im Bezirk belegte. Dem ausgezeichneten Sektionsresultat
von 1985 setzt Schützenkamerad Markus Zeugin mit dem Gewinn des
Schützenkönigtitels die Krone auf. Auch vom eidgenössischen Schützenfest in Chur
im gleichen Jahr trugen unsere engagierten Schützen die Standarte geschmückt mit
dem Goldkranz nach Hause.
Sportlicher
Erfolg fördert aber wiederum die Innovations- und Risikofreudigkeit im Verein.
So beschlossen die Schützen an der Generalversammlung von 1989 die Anschaffung
von 4 Scheiben mit elektronischer Trefferanzeige. Finanziell abgesichert ist der
Beschluss mit den Einnahmen aus der Vermietung der Schützenstube, zahlreichen
von den Schützen gezeichneten Anteilscheinen und der zugesicherten
Eigenleistung. Als grosses Schützenerlebnis gestaltet sich für die ganze
Gesellschaft das Feldschiessen 1989 in Duggingen mit dem Schützenkönig aus den
eigenen Reihen, unserem Schützenkollegen Hans
Hänggi.
Die Sonne
beleuchtet am eidgenössischen 1990 in Winterthur die Scheiben nicht nach dem
Wunsch der Dugginger Schützen, doch es reicht für den Silberkranz. Sonnig ist
aber der Beschluss der Gemeindeversammlung, nachträglich einen Beitrag von Fr.
40'000.-- an die neuen Scheiben zu leisten. Der Gemeindebeitrag und die
Ausschöpfung aller mögliche Einnahmequellen erlauben so dann, im 1992 auch die
Anschaffung von 2 weiteren, elektronischen Scheiben. Das Schützenjahr 1994 kennt
am Feldschiessen wiederum einen Schützenkönig aus Duggingen. Unser
Schützenkamerad und wohlverdienter langjähriger Kassier Markus Zeugin erringt
zum zweiten Mal den begehrten Titel. Der bereits zur Tradition gewordene
Herbstausflug der ganzen Schützenfamilie wird mit einem zwei tägigen Ausflug ins
Appenzellerland und dem Besuch des Schwägalpschiessens zu einer bleibenden
Erinnerung für alle Teilnehmer.
Ueber
sportliche Erfolge und durchschnittliche Leistungen können die Schützenmeister
in den Generalversammlungen immer wieder berichten. Eine sehr anspruchsvolle
Verpflichtung bleiben aber die jedes Jahr wieder neu zu erbringenden Arbeiten
für die Erhaltung und die Erneuerung der gesamten Schiessanlage. Auch im neuen
Kantonalverband Basellandschaft können sich die Dugginger Schützen recht gut
behaupten. Am Schützenfest beider Basel in Sissach im Jahre 1997 positioniert
sich Duggingen mit einem Sektionsdurchschnitt von 72,25 Punkten in der 3.
Kategorie auf dem ehrenvollen 4. Rang. Das Jahr 1998 beschert der
Schützengesellschaft endlich die juristisch klare Lösung in Bezug auf die
Eigentumsverhältnisse der
Schiessanlage.
Zwischen der
Bürgergemeinde, der Einwohnergemeinde und der Schützengesellschaft wurde ein
Dienstbarkeitsvertrag für ein Baurecht über die ganze Schiessanlage zu Gunsten
der Schützengesellschaft Duggingen abgeschlossen. In einem zweiten
Dienstbarkeitsvertrag regelt die Einwohnergemeinde mit allen Landeigentümern das
Ueberschiessungsrecht zu Gunsten der Dugginger Schützen. Die zwei Verträge
garantieren den Weiterbestand der schönen Schiessanlage auf der Allmend.
Allerdings mit einem Vorbehalt, dass immer genügend Dugginger bereit sind, im
Verein mitzuarbeiten und die Anlage zu pflegen und zu
erhalten.
Zum grossen
Jubiläum können wir unserer Schützengesellschaft nur wünschen, dass die
Vertragsbedingungen von 1998 immer erfüllt werden können. Sollte das
Schiesswesen künftig seine Notwendigkeit bezüglich dem Land- und
Bevölkerungsschutz auch zunehmend einbüssen, so wollen wir doch hoffen, dass
seine historische Bedeutung für den Erhalt von Unabhängigkeit und Freiheit
unseres Landes, sowie seine kulturelle Ausstrahlung im Dorf, die kommenden
Generationen immer wieder zu begeistern vermag, das alte schöne Erbe anzunehmen,
zu pflegen und
weiterzugeben.
Reinhard Vögtli